Resolution Hochschulaktionstag

Info
Das Studierendenparlament hat am 19.01.2026 gemäß der Satzung der Studierendenschaft
und den Regelungen seiner Geschäftsordnung folgenden Text beschlossen.
Beschluss des Studierendenparlament
Beschluss der Fachschaftvertretendenkonferenz

Präambel
Hochschulen sind Orte von Bildung, Forschung und Arbeit. Studierende, studentische Beschäftigte, wissenschaftliches und nichtwissenschaftliches Personal tragen gemeinsam den Hochschulbetrieb. Dennoch sind Arbeits- und Studienbedingungen vielerorts von Unterfinanzierung, Befristung, Leistungsverdichtung und sozialer Unsicherheit geprägt. Studieren droht zur Armutsfalle zu werden, wissenschaftliche Arbeit bleibt für viele ein prekäres
Durchgangsstadium ohne Perspektive.

Marode Gebäude, fehlende Mitbestimmung, Personalmangel, Tarifflucht und Outsourcing sind keine Randprobleme, sondern Ausdruck politischer Fehlentscheidungen. Länder und Hochschulleitungen tragen hierfür Verantwortung. Gute Studienbedingungen lassen sich nicht von guten Arbeitsbedingungen trennen. Beides ist eine Frage öffentlicher Daseinsvorsorge.

Der bundesweite Hochschulaktionstag am 28. Januar 2026 setzt ein notwendiges Zeichen gegen diese Zustände und für eine solidarische Hochschule.

Das Studierendenparlament stellt fest:

  1. Die aktuelle Finanzierung der Hochschulen ist nicht bedarfsgerecht und verschärft soziale Ungleichheit.

  2. Befristete Beschäftigung, Kettenverträge und unsichere Drittmittelfinanzierung zerstören Perspektiven in Studium und Wissenschaft.

  3. Tarifflucht und Outsourcing untergraben gute Arbeit und demokratische Mitbestimmung.

  4. Gute Arbeitsbedingungen für Beschäftigte sind Voraussetzung für gute Studienbedingungen.

Das Studierendenparlament fordert:

  1. Eine bedarfsgerechte Ausfinanzierung von Hochschulen und Studium durch die Länder.

  2. Mehr finanzielle Sicherheit und Mitbestimmung in den Personalräten für die studentischen Hilfskräfte.

  3. Ausreichend Personal zu fairen Löhnen.

  4. Ein Ende von Tarifflucht und Outsourcing an Hochschulen.

  5. Gute Arbeit und verbindliche Mitbestimmung für alle Statusgruppen.

  6. Dauerstellen für Daueraufgaben sowie planbare Beschäftigungsverhältnisse statt systematischer Befristung.

Das Studierendenparlament beschließt:

  1. Das Studierendenparlament unterstützt den bundesweiten Hochschulaktionstag am 28. Januar 2026 ausdrücklich.

  2. Es ruft Studierende dazu auf, sich an den Aktionen zu beteiligen und solidarisch mit den Beschäftigten der Hochschulen auf die Straße zu gehen.

  3. Die studentische Selbstverwaltung wird aufgefordert, den Hochschulaktionstag aktiv zu bewerben und im Rahmen ihrer Möglichkeiten organisatorisch zu unterstützen.

Die Forderungen des Hochschulaktionstags werden als politische Position des Studierendenparlaments gegenüber Hochschulleitung und Landespolitik bekräftigt. Gute Arbeits und Studienbedingungen sind kein Luxus, sondern Voraussetzung für eine demokratische und soziale Hochschule.

eser Angriff scheitert.

Demokratie braucht freie Wissenschaft, freie Wissenschaft braucht Demokratie!

Das Studierendenparlament der Amtszeit 2024/2025 hat diese Resolution einstimmig beschlossen.